Oberschule Harpstedt

Umweltschule - Schule ohne Rassismus

Schuljahr 2018/19


Präventions-Projekt im Jahrgang 7: „Wir sind stark!“

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„Wir sind stark!“ hieß es am 21. und 22. Januar für die Klasse O7a. In Zusammenarbeit mit Herrn Martin Klinger, Polizeioberkommissar und Sachbearbeiter für Prävention, einer für Präventionsarbeit ausgebildeten Lehrerin und der Schulsozialarbeiterin hat die Klasse O7a an einem zweitägigen Intensivkurs zum Thema Zivilcourage an einem Anti-Gewalt-Projekt teilgenommen. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler spielerisch Maßnahmen zur Teambildung kennen. In diversen Übungen oder in kleinen Rollenspielen konnten richtige Verhaltensweise in gefährlichen Situationen eingeübt werden. Das Thema Gewalt stand dabei stets im Mittelpunkt. So mussten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise bei der Übung „Gewaltskala“ verschiedene gewalttätige Situationen einschätzen und diese auf einer Skala von „0“ bis „100“ einordnen. Die große Erkenntnis, die sich hier für die Schülerinnen und Schüler ergab, war die unterschiedliche Wahrnehmung der Klassenkameraden sowie die Einordnung der einzelnen Fallbeispiele auf der Skala. Als Beispiel diente hier der Fall eines Schülers, der aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen wird. Für die einen war das nur bedingt ein gewaltsamer Akt, wohingegen andere Schülerinnen und Schüler festhielten, dass nicht nur der Ausschluss aus der Gemeinschaft eine Form von Gewalt darstellt, sondern auch die erzwungene Einsamkeit den Schulalltag für die betroffene Person als seelische Gewalt kennzeichnet. Dieses führte dazu, dass dieses Fallbeispiel gleich ganz oben angesiedelt wurde. In der Reflexion, die nach jedem Spiel bzw. Übung erfolgte, wurden dabei gleich die drei gängigen Gewaltarten anhand der dargestellten Situationen erarbeitet, die bei den einzelnen Situationen auf eine Person eingewirkt haben: die körperliche (physische) Gewalt, die seelische (psychische) Gewalt sowie die sexualisierte Gewalt.
In anderen Übungen, wie z. B. im Spiel Zugbrücke oder Pendel lernten die Schülerinnen und Schüler Vertrauen zu den Mitschülern aufzubauen. So musste die ausgewählte Person entweder als starres Pendel fungieren, welches von den umringten Klassenkameraden aufgefangen und dann vorsichtig in die entgegengesetzte Richtung bewegt wurde oder der Freiwillige wurde durch ein Seil gehalten und allmählich wie eine Zugbrücke herabgelassen. Dabei durfte sich die Schülerin bzw. der Schüler nicht bewegen und nur Kommandos wie „mehr Seil“ oder „Stopp“ seine Klassenkameraden anleiten.
In der abschließenden Reflexion des zweiten Tages stellte sich heraus, dass gerade die Maßnahmen zur Teambildung den Schülerinnen und Schülern am meisten Spaß gemacht haben. So wurde mehr Zusammenhalt und ein besserer Umgang miteinander gewünscht. Eines wurde den Schülerinnen und Schülern der O7a ganz besonders bewusst: Gemeinsam sind wir stark!

Text: Iken

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